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Nuvoin
Zauberer


Anmeldungsdatum: 22.05.2004
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BeitragVerfasst am: 09.06.2004, 17:59 Antworten mit ZitatNach oben

Vergangene Zukunft


Part I

Der Boden war staubig. Er war so staubig, wie schon den ganzen Weg. Der Wind wehte schwach und pustete ihn hin und her. Die Sonne stand hoch am Himmel und schien heiß auf den ausgetrockneten Boden. Weit und breit war niemand zu sehen. Man konnte nur die tausenden Fußabdrücke erkennen. Die Fußspur einer Frau.
Sie ging schon seit zwei Tagen durch diese Steppe. Es glich zwar mehr einer Wüste, aber in den Büchern der Weisen war der Name „Steppe“ eingetragen. Sie blickte nicht mehr gerade aus. Sie starrte nur noch auf den Boden. Sie schien auch nicht mehr zu überlegen wo hin, sie ging einfach. Schritt für Schritt. Ihre Schultern ließ sie hinunter hängen. Sie zog ein großes Schwert hinter sich her. Wer es führen konnte, musste ein starker Krieger sein. Doch sie zog es nur mit der rechten Hand hinter sich her, so dass es Spuren auf dem Boden hinterließ. Ihre Kleidung war bereits nassgeschwitzt und stank. In ihrem Gesicht machten sich Falten von den Anstrengungen bemerkbar. Ihre langen Haare waren genau so schmutzig wie ihr Körper. Und obwohl sie so schwitzte, trug sie einen langen Mantel. Sie schien sehr erschöpft zu sein und fast am Ende. Doch kümmerte sie das nicht. Sie ging weiter. Schritt für Schritt durch den Staub und Dreck. Ihre Vorräte waren fast aufgebraucht und der Wasserbeutel reichte nur noch für einen Tag. Vor ihr und hinter ihr war nichts zu erkennen. Nur die endlose Steppe am Horizont.

Sie hatte schon lange nicht mehr geschlafen. Doch dies half ihr nicht diese Reise zu meistern. Sie war müde und sehnte sich nach dem, was dies ändern könnte. Warum sie es nicht tat? Warum sie nicht schlafen wollte? Sie fürchtete sich. Die Bilder, die ihr nun nicht mehr nur Nachts erschienen, wurden immer mehr. Immer und immer wieder diese grauenvollen Bilder. Bilder der Vergangenheit.
Sie setzte zum nächsten Schritt an. Plötzlich wandelte sich der Boden auf dem sie sich bewegte. Die Sonne war verschwunden und es war Nacht. Sie war wieder dort...
Ihre Füße hielten inne. Sie kniff ihre Augen zusammen, hob ihre Hand und rieb die schmerzenden Augen. Sie erkannte wieder den Staub und Dreck, welcher hier war. Sie wollte nicht wieder zurück. Sie wollte nicht mehr daran denken.
Sie sah zum Horizont. Diese Reise schien kein Ende zu finden. Wie lange konnte sie noch gegen diese Bilder ankämpfen? Ihre Beine bewegten sich wieder.
Wieder ging sie Schritt für Schritt weiter. Doch die Gegend blieb die selbe. Wo sie überhaupt war, konnte sie nicht mehr sagen. Warum sie noch lebte? Sie wusste es nicht. Nach allem was geschehen war, müsste sie tot sein. Und nach allem was geschehen war, wünschte sie es sich sogar. Doch konnte sie nicht einfach sterben. Sie musste diese Reise beenden. Sie wusste zwar nicht, was sie am Ziel erwartete, doch musste sie es wagen. Wahrscheinlich würde sie nur sterben, so wie die anderen, doch musste sie es versuchen.

„Cyra! Achtung!“ Ein Beil flog knapp über ihren Kopf. Sie konnte sich grade noch so ducken. Um sie herum brannte es. Die ganze Stadt stand unter Feuer. Überall waren wilde Männer die wie Barbaren mordeten. Sie steckten die Häuser an, töteten selbst Frauen und Kinder. Cyra und ihre Truppe konnten nichts tun. Der Feind war zu zahlreich. Man hörte überall die Schreie der hilflosen Bevölkerung. Es war Nacht und der Mond schien hell. Ein, zwei Wolken waren zu erkennen, wenn sie den Mond passierten. Eigentlich eine ruhige Nacht. Doch wurde diese von dem vielen Blutvergießen und Zerstören gestört. Wie sah dies wohl von der Ferne aus? Die Stadt verbrannte und von allen Seiten strömten mehr Barbaren ein. Die Wachen waren hilflos. Eigentlich sollte diese Stadt uneinnehmbar sein, doch gelang es dem Feind spielend. Verrat? Sabotage?
Mit einem gezielten Schwertstich schaltete Cyra den Besitzer des Beils aus. Er schrie kurz auf, starb dann aber schnell.
Wie lange würden sie überleben? Sie hatten sich schon ganz zurück gezogen. Sie waren bereits im innersten der Burg. Die Menschen, die sich anfangs retten konnten flüchteten hier her. Doch war dies nur ein kleiner Teil. Die anderen wurden grausam getötet. Der große Wall hatte versagt. Und die Burg fiel auch schnell, so dass es am Ende egal war. Mussten sie alle sterben? Überall hörte man Schreie und schwingendes Metall. Cyra und ihre paar wenigen Leute gehörten zur persönlichen Leibwache. Doch dies half ihnen auch nichts mehr. Nebenan stürzte ein Teil des Königspalastes ein. Der Rest brannte noch. „Cyra! Hilfe!“

Sie riss die Augen auf. Schon wieder der Traum. Schon wieder ein Teil der Vergangenheit. Immer und immer wieder die Bilder. Wann würde es endlich enden? Cyra lag auf dem Boden. Doch dies änderte nichts an der Sauberkeit ihrer Kleidung. Sie musste während sie geträumt hatte gestürzt sein. Sie rappelte sich auf und hob ihr Schwert. Kraftlos stützte sie sich auf dieses. Sie musste weiter gehen, auch wenn es ihre letzte Kraft kostete. Mit schweren und langsamen Schritten versuchte sie ihre Reise fortzusetzen.


Zuletzt bearbeitet von Nuvoin am 03.07.2004, 10:37, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Nuvoin
Zauberer


Anmeldungsdatum: 22.05.2004
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BeitragVerfasst am: 09.06.2004, 17:59 Antworten mit ZitatNach oben

Part II

Ihre Beine trugen sie schwerfällig über den Boden. Es kostete sie schon genug Kraft sich selbst fort zu bewegen, doch wollte sie ihr Schwert nicht zurück lassen. Also zog sie es schwerfällig weiter. Die Sonne war wieder mehrere Meter am Himmel gewandert. Die ganze Zeit über versuchte Cyra voran zu kommen.

„Ist es nicht langweilig?“, fragte Nele. „Weswegen?“, antwortete Cyra. Sie gingen über die große und breite Stadtmauer. Sie war aus großen, braunen Ziegelsteinen gebaut. Die Mauer war sogar so breit, dass auf ihr ein weiterer kleiner Wall stand. Sie gingen außen an diesem entlang. „Na, wer schafft es denn jetzt noch diese Stadt einzunehmen?“, fuhr Nele fort. „Wie meinst du das?“, sah Cyra sie verunsichert an. Es war später Nachmittag. Ein paar Wachtruppen kamen ihnen entgegen. Sie hielten ihre Hellebarden senkrecht und ihre Körper waren stramm, während sie marschierten. In ihnen spiegelte sich der Stolz der Stadt wieder. Als Nele und Cyra den Wachtrupp passierten, verbeugten sich die Wachen vor ihnen. „Wir sind nicht dazu da, dass wir euch vor uns verbeugt. Weiter machen.“, antwortete Cyra dieser Geste. Die Wachen richteten ihren Oberkörper wieder und marschierten weiter. Ein Schritt glich dem anderen. Niemand tanzte aus der Reihe. Als sie weiter weg waren, wiederholte Nele ihre Frage: „Meinst du nicht, es ist langweilig, dass wir hier absolut sicher sind?“ Cyra sah sie verunsichert an. Sie wusste nicht, was ihr Gegenüber mit solchen Fragen erreichen wollte. Wollte sie etwa wieder mit ihr durch das Land ziehen? „Ich verstehe nicht was du meinst. Haben wir nicht endlich das geschafft, was wir wollten? Wir haben geholfen diese große Mauer aufzubauen und die Stadt so lange beschützt. Und jetzt sind wir sogar Leibwache des Königs! All das haben wir uns früher immer gewünscht.“, äußerte Cyra, immer noch mit fragenden Blicken. Nele lachte sie an: „Aber natürlich haben wir das.“ Dann schwieg sie und sagte nichts mehr. Sie gingen ein großes Stück an der Mauer weiter, ohne das jemand etwas sagte. Cyra sah sich auf dem Weg die Mauer nochmals an. Sie war froh, dass sich all diese Mühe gelohnt hatte.

Wieder lag sie im Dreck. Wieder war sie gestürzt. All diese Träume. Wieso wurde grade sie von ihnen heimgesucht? Sie richtete sich auf und holte den Wasserbeutel heraus. Er reichte nicht mehr lange, aber ihr Hals war zu ausgetrocknet. Sie trank ein paar Schlücke, dann verschloss sie ihn und nahm ein kleines Stück trockenes Brot heraus. Sie aß langsam, aber als sie fertig war stand sie zügig auf. Dieses kleine Abendessen hatte ihr wenigstens ein bischen Stärkung gegeben. Aber nun musste sie weiter. Sie durfte nicht warten. Wenn sie scheiterte, war alles verloren.
Die Sonne würde bald am Horizont verschwinden. Doch obwohl Cyra schon diesen langen Weg gegangen war, hatte sich die Landschaft noch nicht geändert. Es sah immer noch alles aus wie gestern auch.
Als sie weiter ging, bemerkte sie, wie sich der Boden wieder wandelte. Doch sie konnte nicht mehr dagegen ankämpfen. Ihre Kraft brauchte sie noch. Sie musste nur weiterlaufen. Was sie sah oder träumte war egal. Hauptsache sie kam voran. Der steinerne Boden hob sich in die Luft empor und die Wüste wurde zu Feldern. „Hast du nie daran gedacht, noch einmal neu zu beginnen?“, fragte Nele. Cyra war nicht erschrocken sie zu sehen. Sie ging weiter grade aus auf der großen Mauer. Jetzt träumte sie schon bei bewusstein. Doch sie konnte nicht anders, und der Dialog spielte sich ab. „Wieso sollten wir noch einmal von vorne anfangen? Hier gibt es noch genug zu erledigen. Wir haben einen großen Schritt geschafft, aber wir sind noch längst nicht am Ende unserer Reise!“, antwortete Cyra. Ihre Füße bewegten sich stets grade aus. Hier in diesem Traum ging sie wenigstens im Schatten des kleinen Walls. Und sie hörte mal wieder einen der Singvögel, die sie so liebte. Nele ging neben ihr. „Wenn ich dich fragen würde, ob du mit mir noch einmal auf Reise gehen würdest, würdest du es tun?“, fragte sie. Cyra blieb erschrocken stehen. Obwohl sie genau wusste, was Nele sagen würde, war sie wieder erschrocken. Jetzt kehrten auch erneut die damaligen Gefühle auf. Sie schloss ihre Augen. „Nein, ich werde es nicht tun!“, schrie Cyra aus vollem Halse. Doch als sie ihre Augen wieder öffnete, war wieder nur der gegenwärtige Ort zu erkennen. Sie ließ ihren Kopf fallen. Eine Träne kullerte ihre Wange hinunter und tropfte auf den trockenen Boden, welcher sie schnell aufsog.

Die weitere Nacht verlief weitgehend gleich. Sie ging Schritt für Schritt. Die Träume ließen sie in Ruhe. Erst in der späten Nacht überfiel Cyra eine große Müdigkeit, weswegen sie sich entschloss zu rasten. Sie ließ sich auf den Boden fallen und schlief sofort ein.

„Cyra! Hilfe!“ Nele war umstellt. Fünf Barbaren griffen sie gleichzeitig an. Sie wehrte sich tapfer, doch kämpfte sie schon sehr lange. „Ich komme!“, rief Cyra. Sie rannte zu ihr. Wieso musste Nele auch immer außerhalb der Gruppe sein? „Ahhr!“, schrie Cyra während sie einem Barbar den Lebensfunken nahm, „wir müssen wieder zu den anderen! Sonst werden wir ganz abgeschnitten und unsere Chancen sinken noch mehr!“ Nele wisch elegant zwei Axthieben aus und schickte einen weiteren Barbaren in das Reich das Todes. „Nein! Ich habe den König gesehen! Er ist nicht im Thronsaal, wir müssen hier entlang!“ Wieso sollte der König nicht im Thronsaal sein? Cyra verstand nicht. Sie waren für sein Leben verantwortlich. Sie waren seine Leibwachen. Wieso sollte er ohne ihnen etwas zu sagen einen anderen Weg nehmen und nicht dort warten, wo es vereinbart wurde? Aber sie hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Sie tötete den letzten Barbaren, welcher Nele umstellt hatte. „Komm mit!“, rief diese und begann los zu rennen. Cyra hatte schon Probleme nach zu kommen.
Nele rannte in eine Nebengebäude des brennenden Königshauses. Hier waren die Unterkünfte der höheren Wachen und der Kerker. Sie hatten auch ihr Schlafgemach dort. Bei ihrem Weg dorthin mussten sie noch mehrere Barbaren passieren. Doch sie konnten diese gut abwehren, denn die Meisten rannten gleich zu den restlichen Wachen die den Thronsaal schützen sollten.
„Nele warte!“, rief Cyra als sie in dem Gebäude eintraten und zwei Ecken weiter rannten. Nele antwortete nicht und lief nur. Sie rannte die Treppen hinunter zu den Gefangenen. Cyra folgte so schnell sie konnte. Hier in diesem Gebäude war der Feind noch nicht. Er dachte wohl, dass hier niemand wäre. Dies würde erklären, warum der König hier her geflohen war. Sie rannten durch die langen und leicht beleuchteten Gänge des Kellerkerkers. Die Wände waren hier nicht mehr mit Bannern und Gemälden geschmückt. Je weiter sie kamen, desto mehr Schimmel machte sich breit. Cyra wunderte sich nicht schlecht, als sie sogar ein paar Wachen sah, die scheinbar noch nichts mitbekommen hatten. Hier unten war man wohl von allem abgeschnitten?
Nele rannte immer weiter. Langsam hatte sich Cyra schon verirrt. Hier unten war sie nicht so oft und dort wo Nele nun hinrannte, war sie noch nie. „Warte doch endlich!“, versuchte sie erneut Nele zum stoppen zu bringen. Doch sie hörte nicht. Hatte sie es so eilig oder wollte sie nicht halten? Es dauerte nur noch ein paar Abbiegungen und Cyra hatte Nele verloren. Sie wusste nicht wo hin. Außerdem hatte sie mittlerweile ganz die Orientierung verlassen. „Wo bist du?“, rief sie und ging den Weg des Kerkers weiter. Er glich schon mehr Katakomben, als dass es ein normales Gefängnis war.
Als sie um die nächste Ecke bog, erkannte sie den Eingang zu einem großen Saal. Die Tür war von einem steinernen Rundbogen umgeben. „Bist du hier, Nele?“, rief sie erneut in die Gänge. Ihre Stimme hallte an den Wänden ab und war laut zu hören. „Ah...ah...ah“, hörte sie plötzlich eine Stimme schreien, welche aus der Tür des Saales kam. „Wer ist da?“, sie rannte los. Nur noch ein paar Schritte und sie hatte den Eingang erreicht. „Es tut mir leid, Cyra.“, hörte sie eine bekannte Stimme sprechen. Es war Nele. Als Cyra den Raum betrat, schie sie erschrocken auf. Vor ihr war Thero. Doch Nele stand hinter ihm. Sie hatte ihr Schwert fest in der Hand und hatte es ihm kaltblütig in den Rücken gerammt. Der ganze Boden war mit Blut befleckt. Aus Theros aufgerissenen Rücken und durchbohrten Bauch floss weiter Blut, welches an ihm herunter lief und auch an Neles Schwert herunter rann.


Zuletzt bearbeitet von Nuvoin am 23.06.2004, 22:26, insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 09.06.2004, 18:00 Antworten mit ZitatNach oben

Part III

[Platzhalter]


Zuletzt bearbeitet von Nuvoin am 01.07.2004, 19:32, insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 09.06.2004, 18:00 Antworten mit ZitatNach oben

Part IV

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Zuletzt bearbeitet von Nuvoin am 09.06.2004, 18:03, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 09.06.2004, 18:00 Antworten mit ZitatNach oben

Part V / Final Part

[Platzhalter]

Tja, es ist wieder Mal so weit. Winken Eine neue Geschichte beginnt. Hoffe sie gefällt euch genau so gut (wenn nicht besser) als die alte. Smilie
Viel Spaß beim lesen.
(Wenn der Final Part kommt, wird dieser Text wegeditiert)
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BeitragVerfasst am: 23.06.2004, 21:31 Antworten mit ZitatNach oben

*update*

Part II ist nun verfügbar.

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BeitragVerfasst am: 23.06.2004, 21:54 Antworten mit ZitatNach oben

Wie eben schon im ICQ gesagt: Klasse Story. Ich bin wirklich beeindruckt. Im Vergleich zum Feuerteufel ein Unterschied wie Tag und Nacht. Klasse Story und klasse Stil. Besonders gefallen hat mir, wie Du die beiden Zeiten ineinander verwoben hast, die Träume und die Realität in der Wüste - oder ist es gar andersherum Winken sehr geschickt. Auch die Handlung gefällt mir, insbesondere der Twist in der Königshalle. Diese unheilvolle Atmosphäre... kurz: super gemacht. Ein Riesenfortschritt! (oder einen besseren Tag erwischt) Winken

Zwei Anmerkungen:

- "keine falsche Bescheidenheit" .... nun ja, paßt nicht. Ich habe Dir Alternativen genannt.

- ebenso: "Blut... kletterte das Schwert hinab" .... "rann" ist besser.

Aber trotzdem: Ganz große Klasse. Freue mich auf die nächsten Teile!!

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"Wir müssen alle dulden und manche widerstehn - vergeblich, sagen die Seraphim; doch werth ist's des Versuches, weil's ohne ihn nicht besser wird. Im Geist liegt eine Weisheit, die zum Rechten führt, wie in dem blauen Dämmer euer Auge, Ihr jungen Sterblichen, mit Eins den Stern erfaßt, der wacht, den Morgen zu begrüßen." - Luzifer (Lord Byron: "Cain")

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, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004
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Nuvoin
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BeitragVerfasst am: 23.06.2004, 22:27 Antworten mit ZitatNach oben

Es freut mich, dass diese Geschichte so viel besser sein soll. Smilie
Hätte ich selbst gar nicht gedacht.

Und zu den Anmerkungen: Schon verbessert. Winken

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Nuvoin
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BeitragVerfasst am: 27.06.2004, 09:23 Antworten mit ZitatNach oben

*update*

Part III ist nun verfügbar.

Anmerkung: Er sollte ursprünglich länger werden. Doch ich habe mir überlegt stattdessen lieber ein paar Parts mehr zu machen. Fördert auch die Spannung. Winken

Edit: Jetzt nicht mehr. ^^

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Zuletzt bearbeitet von Nuvoin am 01.07.2004, 19:33, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 27.06.2004, 11:09 Antworten mit ZitatNach oben

Ich hab's doch gesagt, das wird noch ihr Freund Winken

Gute Fortsetzung, aber nach meinem persönlichen Geschmack nicht so gut wie die ersten beiden Teile. Ich weiß nicht genau, woran es liegt; ich vermute, daß mich einfach einige Wortwahl-Probleme beim Lesen aus dem Kurs gebracht haben. Auch habe ich gewisse Schwierigkeiten, die Logik nachzuvollziehen. Nun gut, Traum und Wirklichkeit sind stark ineinander verwoben, da kann die Suche nach Logik leicht schiefgehen, aber ich bin halt ein logischer Mensch Winken

Aaaalso. Bereit? Hier das Wort zum Sonntag. Smilie Diesmal wieder etwas ausführlicher, um den Sinn hinter meinen Kommentaren deutlich werden zu lassen und in der Hoffnung, daß Du verstehst, wie ich denke. Wie immer sind das natürlich nur gutgemeinte Ratschläge, die Du auch verwerfen kannst, aber ich denke, sie machen irgendwo Sinn und Du willst ja auch Deinen Stil verbessern. Letzten Endes bleibt es aber natürlich Deine Geschichte und alles Deiner Entscheidung überlassen. Ich kann nur wieder meinen ehemaligen Orgellehrer leicht abgewandelt zitieren: "Du kannst Deine Story schreiben, wie Du willst, aber Du mußt es verdammt gut begründen können."

Bei den ersten beiden Sätzen widersprechen sich Form und Inhalt einander: "Sie riss ihren Oberkörper nach oben und griff nach ihrem Schwert, während sie ihre Augen aufriss. Sie atmete hastig." Was passiert? Sie bereitet sich hektisch auf einen Kampf vor. Was lese ich? drei Aktionen in einem Satz. Meep. Pflück' die Aktionen auseinander, und packe sie gleichgeordnet in Hauptsätzen nebeneinander, das steigert die Geschwindigkeit und Spannung. Außerdem stimmt die Reihenfolge nicht. Sie wird doch wohl erst die Augen aufreißen (Schock) und dann reagieren. Sich Aufrichten und das Schwert Ziehen werden wohl auch keine separaten Aktionen sein, sind aber so dargestellt... also mal ein Verbesserungsvorschlag: "Mit geweiteten Augen starrte sie auf das Blutbad vor ihr. Ihr Schrecken währte nur kurz, dann fand sie zu ihrer lebenslangen Übung zurück. Mit einer flüssigen, effizienten Bewegung richtete sie sich auf, zog das Schwert und ging in Kampfposition."

"Es war leicht windig." --> wieder einmal: farbigere Sprache. "Eine leichte Brise strich über die endlosen Sanddünen [evtl: vor ihr, neben ihr und hinter ihr]."

"Sie setzte ihren Weg mit großen Schritten voran." Meinst Du nicht, daß das etwas unlogisch ist? Die arme Frau stolpert offensichtlich schon seit Tagen durch die Wüste. Sie ist erschöpft, dreckig, durstig und kaputt. Sie schleppt schwer an einer (im Moment Winken) nutzlosen Waffe, vermutlich hat sie auch noch irgendeine Form von Rüstung an. Dann legt sie wohl kaum einen "großen Schritt" vor... wie Du selbst richtig schreibst: "Während sie einen Fuß vor den anderen setzte [...]" - genau das tut sie, keine riesen Schritte.

"'Ihr müsst immer auf eure Deckung achten!', erklärte Cyra in einem gebieterischen Ton, [...]" Weiß nicht, bei "gebieterisch" zucke ich immer zusammen. Das Wort ist für mich extrem negativ belegt. Willst Du denn an Cyras Image kratzen? Bislang scheint sie für mich eher Sympathieträgerin zu sein als das Gegenteil. Wenn Du damit ihre Professionalität, Übung und Souveränität als Wache und Ausbilderin deutlich machen willst (und das vermute ich mal), dann würde ich dieses Wort durch ein anderes ersetzen, z.B. "mit professioneller Kälte." (würde auch nett mit der Hitze in der Wüste kontrastieren).

Unlogisch an *dieser* Stelle: "Keiner rührte sich oder wagte es auch nur zu sprechen." sind zwei Dinge: 1. "auch nur" kennzeichnet eine Steigerung, ähnlich wie "nicht einmal" oder "geschweige denn". Normalerweise ist aber Sprechen mehr als eine Bewegung, z.B. ein Schütteln des Kopfes. Also beides umdrehen. 2. Die Leute stehen auf dem Exerzierplatz. Es gibt klare Regeln, eine eindeutige Über- und Unterordnung. In einer solchen Situation *denkt* gar keiner daran, da groß rumzukritisieren. Es wäre unlogisch und unangebracht... also finde ich die Beschreibung hier etwas fehl am Platze :-/

"Traut sich denn niemand von euch gegen eine Frau zu kämpfen?" --> irgendwie ebenfalls unlogisch. Cyra und Nele scheinen zu den Besten der Besten zu gehören. Das wissen alle im Schloß, andernfalls wäre die Reaktion der Wachen im 1. oder 2. Teil nicht zu erklären - vielleicht haben sie auch eine spezielle Rüstung oder ein anderes spezielles Rangkennzeichen. Das sollte unter allen normalen Bedingungen auch Rekruten klar sein, die sprechen ja auch untereinander. Ich sehe also keinen Grund für Cyra, ihr Wesen als Frau besonders hervorzuheben. Man könnte diese Spannung besser bei einem Kampf gegen einen unbekannten Hühnen ausnutzen als hier, wo sie irgendwie wirkungslos verpufft (denk an LoTR: "Kein Mann wird mich töten." - "Ich bin kein Mann, ich bin eine Frau!").

"Cyra sah ihn an. Es überraschte sie, dass er sich meldete. Sonst musste sie sich immer einen aussuchen. Er war nicht sehr groß, allerdings auch nicht grade klein. Wohl ein Durchschnittsmensch. Allerdings hob sein Körperbau ihn von den anderen ab." hmm... überarbeite das noch einmal. Irgendwie sagen Sätze 2 und 3 bzw. 4, 5 und 6 jeweils kaum Unterschiedliches aus... farblose Beschreibung.

"Er guckte sehr konzentriert und selbstsicher." --> da z.B. kannst Du viel mehr Farbe reinpacken. Beschreibe seine Augen, daß sie Cyra unerschrocken ins Gesicht blicken, daß sie vielleicht unerfahren, aber dennoch mutig wirken, daß Cyra innerlich seufzt über seinen jugendlichen Leichtsinn und seine Naivität, daß er das ganze vermutlich als ein Spiel betrachte, noch nie jemanden habe sterben gesehen, sie allerdings schon... viel zu viele... usw. usf.... Farbe!

Die Kampfszene... ist nicht schlecht. Irgendwie finde ich das mit den Kreisen nicht so ganz gelungen, aber ich würde mich auch damit schwertun, eine solche Szene in derartiger Detailtiefe zu beschreiben. Frag' Dich mal, ob Du das wirklich so willst, oder nicht doch lieber, auch dem Stil und der Spannung zu liebe, eher das Prinzip, die Intentionen der beiden erläutern und dafür auf die technischen Details verzichten solltest.

Zu Theros Trick - hmpf. Netter dramatischer Twist, aber... hmm... z.T. unlogisch, z.T. (aus meiner Sicht) zu diesem Zeitpunkt albern. Unlogisch, weil Thero wissen sollte, daß eine Schwertspitze, die direkt an seiner Gurgel sitzt, bei dem Fall dessen, der sie hält, ihm leicht die Kehle durchtrennen könnte bzw. es mit Sicherheit würde. Ein Ratzer reicht da aus. Zudem stelle man sich das einmal bildlich vor. Sie steht über ihm und hält ihm das Schwert an die Gurgel. Wo sind dann ihr Füße? Vermutlich neben seinen Hüften. Da hat er kaum den Hebel, sie unbemerkt unter ihrem Körper wegzureißen. Mit den Beinen nicht und mit den Armen zumindest nicht unbemerkt (außerdem müßte er dann gewaltige Mukkis haben, bei dem Hebel). Albern, weil er eindeutig besiegt wurde. In einem echten Kampf hätte Cyra ihm längst den Kopf vom Hals getrennt. Thero wäre dann irgendwie extrem unreif und ehrlos, sich nach einem verlorenen Kampf so zu revanchieren (das ist ähnlich, wie wenn man einem gefallenen Feind den Rücken zudreht und er einem dann ein Messer hineinrammt). Wenn Du diese Konfrontation und diesen Ausgang gerne realisieren willst, dann würde ich Cyras Sieg nicht so komplett machen. Sie sollte im Kampf eindeutig die Oberhand behalten, aber halt an irgendeiner Stelle unaufmerksam sein und ihm diese Chance geben.

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"Wir müssen alle dulden und manche widerstehn - vergeblich, sagen die Seraphim; doch werth ist's des Versuches, weil's ohne ihn nicht besser wird. Im Geist liegt eine Weisheit, die zum Rechten führt, wie in dem blauen Dämmer euer Auge, Ihr jungen Sterblichen, mit Eins den Stern erfaßt, der wacht, den Morgen zu begrüßen." - Luzifer (Lord Byron: "Cain")

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, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004
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Luzifer
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Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 04.07.2004, 00:38 Antworten mit ZitatNach oben

Der Titel gefällt mir übrigens, auch wenn ich mit der Interpretation desselben noch nicht so recht klarkomme...

(Nebenbei: *bump* Mr. Green )

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, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004
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Nuvoin
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Anmeldungsdatum: 22.05.2004
Beiträge: 829
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BeitragVerfasst am: 04.07.2004, 09:40 Antworten mit ZitatNach oben

Naja, der Titel lässt sich in so ziemlich jede Richtung interpretieren. Winken

Und dies ist auch ein Grund, warum er mir gefällt. Mr. Green

PS: Bald gehts wieder weiter mit der Story.

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Shikamaru
Milizsoldat


Anmeldungsdatum: 27.05.2004
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 09.07.2004, 18:42 Antworten mit ZitatNach oben

Gefällt mir gut die Geschichte, vorallem die Plottwists in den ersten beiden teilen, vorallem am ende....aber ich find den dritten teil nicht.....

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Nuvoin
Zauberer


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Beiträge: 829
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BeitragVerfasst am: 10.07.2004, 09:28 Antworten mit ZitatNach oben

Danke. Smilie

@Dritter Teil: Das liegt daran, dass ich ihn rausgenommen habe und ihn neu schreibe. Im neuen Forum wird er dann gepostet. Winken

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