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 Die Taverne Nächstes Thema anzeigen
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Qudeid
Adept


Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 383
Wohnort: Brohl-Lützing

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 14:53 Antworten mit ZitatNach oben

Hier entsteht nach und nach eine Geschichte, die in einer Taverne
beginnen wird. Sehr glücklich




So, stellen wir uns einmal vor, wir säßen in einer Taverne, als Gäste.
An der hinteren Wand ist ein Kamin, dort knistert ein Feuer. Genau gegen´über befindet sich die Bar. An ihr laufen 2 Kellner auf und ab, um die Gäste, besonders die Stammkunden, bei Laune zu halten.
Wir sitzen etwas abseits, fast genau vor der Feuerstelle.
So, nun machen wir aus dem "Wir" ein Sie, denn wir, als auktorialer Erzähler, mischen nicht mit, bei dem was hier geschehen wird. Sehr böse
(Das hier ist nur dafür, damit man sich schon das Ambiente vorstellen kann, soll ien bisschen die Fantasie aufwärmen. Achja, und vergesst, dass ihr dort seid :p :p :p)

===============================================

Claudio, der Rang höchste Söldner der Ehrengarde des Königs, schwang seinen Arm. Sofort wusste der Keller bescheid und raste zur Theke und besorgte ein gut gewärmtes Bier -- nur wenn wichtige oder Rang hohe Gäste etwas verlangten war das Bestellte auch sofort zu Tisch. Bei dem Weg durch die Menge ignorierte der Kellner, der auf den Namen René hört, die Rufe und das Gegrunze der sturzbesoffenen anderen Gäste.
"Wohl bekomm's, Sire.", sagte der Kellner beim Abstellen des Glases.

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"Don't walk in front of me, I may not follow; Don't walk behind me, I may not lead; Walk beside me, and just be my friend."

Zuletzt bearbeitet von Qudeid am 23.05.2004, 15:26, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Luzifer
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Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 14:55 Antworten mit ZitatNach oben

Claudio grummelte unverständlich einen Dank in sich herein, während er den Krug an seinen Mund hob. Das Bier war frisch, das mußte man dieser Spelunke lassen.

Claudio ließ seinen Blick über die Menge streifen. Allesamt ärmliches Pack, das das Licht eher scheute und sich in die Ecken verkrochen hatte. Einige wenige saßen näher zum Feuer. Auch die sahen nicht besser aus. Claudio verfluchte den Auftrag, der ihn hierhergeführt hatte. Inkognito hatte er reisen sollen. Er hatte damit gerechnet, daß die einfache Kleidung, die er ausgewählt hätte, es ihm erlauben würde, sich unbemerkt unter die Leute zu mischen. Tatsächlich jedoch war er so unauffällig wie ein geschmückter Festtagstruthahn zu Weihnachten. Aus allen Ecken starrten ihn Augen an, einige klein und gemein, andere abschätzig, wiederum andere mit unverhohlenem Hunger.

<EDIT> bereinigt. </EDIT>
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Qudeid
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Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 383
Wohnort: Brohl-Lützing

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 15:32 Antworten mit ZitatNach oben

((Teamwork Sehr böse ))

Claudio schaute zurück zum Kellner. Ein Schrank von Mann stand zwischen Claudio und René, sodass nur der Fuss des schmächtigen Kellners zusehen war.
Der Mann griff, als sich René gerade umdrehen wollte, mit seiner großen, kräftigen rechten Hand die Schulter des Kellners und zwang ihn in eine Hocke zu gehen. Claudio wollte gerade aufstehen, um dem Kellner zur Hilfe zu eilen. Doch ein fröhliches "Basi!!" des Kellners liess ihn sofort wieder entspannen. Es war Bastiano, der in der Taverne als der Brocken bekannt war. Er grinste René an und lockerte seinen Griff.
"Hast du mich erschreckt! Seit wann bist du denn wieder im Lande?"
"Eben. Konnt' mir nich' verkneiffen 'mal Tach zu sagen. Bring mir ma' 'n Warmes! Hab' lang' nich' mehr sowas gesoffen."
"Kommt sofort, mein Freund. Hier nimm' diesen Tisch." René wies auf den Tisch vor dem Feuer.

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Luzifer
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Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 15:45 Antworten mit ZitatNach oben

Mit einem lauten Ächzen ließ sich Bastiano auf den Stuhl fallen, der unter seinem Gewicht gefährlich ächzte.

Als langjähriger Soldat erkannte Claudio, daß mit Bastiano nicht zu spaßen war. Der Körperbau, seine Bewegung beim Eintritt in die Taverne, die Leichtigkeit, mit der er den Kellner in die Knie gezwungen hatte... dies war ein Mann, mit dem man zu rechnen hatte.

Jetzt jedoch schien er sich lediglich mit seinem Bier beschäftigen zu wollen, daß ihm sein Freund sogleich auf den Tisch gestellt hatte.

Während Claudio weiter seine Augen über die Menge hinstreifen ließ, dachte er an das, was vor ihm lag. Der Rat hatte Angst bekommen und ihn hierherbeordert, um Licht in das Dunkel zu bringen. Seltsame Morde hatten sich zugetragen, und einige dunkle Gestalten, die man im inneren Ring der Stadt angetroffen und befragt hatte, hatten unter Angst und Qual nur den Namen dieser Spelunke ausgespuckt. Die Miliz war machtlos, dies war ein Geflecht, das sie mit Waffengewalt nicht aufzulösen vermochte.
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Qudeid
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Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 383
Wohnort: Brohl-Lützing

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 15:54 Antworten mit ZitatNach oben

Claudio dachte zuerst daran, ob vielleicht dieser Bastiano etwas mit diesen Verbrechen zu tun haben könnte. Doch verwarf er diesen Gedanken wieder, denn so eine plumpe Persönlichkeit, mit all seiner Masse und Trägheit, war bestimmt nicht in der Lage, gar geistig in der Lage, solche Verbrechen zu Organisieren oder auch auszuführen.

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Luzifer
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Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 16:49 Antworten mit ZitatNach oben

Bastiano rülpste laut und vernehmlich.

Claudio entschloß sich, den Hühnen einmal anzusprechen.

"Werter Herr, darf ich mich zu Euch setzen?"

Bastiano schaute kurz auf und nickte dann.

"Ihr seid des öfteren hier?", fragte Claudio.
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Qudeid
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Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 383
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BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 16:57 Antworten mit ZitatNach oben

"Bin hier Stammgast. Bist hier neu? Hab' dich hier noch nie gesehen!" sagte Basti rülpsend.
"Ich bin zum ersten Mal hier. Einige Freunde, die hier öfters ein und aus gehen, haben mir diese Schenke empfohlen." erwiderte Claudio mit der Hand vor der Nase, da Basti eine gewaltige Fahne hatte.

"Bist auch nich' von hier? Redest so, als bist du einer der verwöhnten Leut' des Chefes da oben"
"Passt auf was..." Claudio konnte sich gerade noch beherrschon.
Er führte das Gespräch weiter mit einer höflicheren Anrede, als die des Hühnen.

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Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 18:52 Antworten mit ZitatNach oben

"Von woher stammt Ihr denn?"

"Komme aus Unkta, im Ossss*hick*ten von hier. Kennst die Stadt?"

"Ja, ich bin wohl schon ein paar mal dortgewesen," sagte Claudio beiläufig, als ob er sich nicht genau erinnern konnte. Eigentlich wollte er sich nicht genau erinnern. Unkta war einst eine stolze Stadt gewesen, prächtig, aber hochmütig. Eines Tages hatte der Stadtrat beschlossen, sich vom Reich loszusagen, und er war damit beauftragt worden, sie wieder unter Kontrolle zu bringen. Es war ein blutiger Aufstand geworden, denn die Leute von Unkta waren stark und gaben nicht nach. Claudio hatte viele gute Leute in der Schlacht verloren. Er wußte, daß auf der anderen Seite genau so viele gute Leute ihr Leben gelassen hatten. Er seufzte innerlich. "Sag mal, was weißt Du über diesen Ort? Du scheinst gut bescheidzuwissen hier."

Bastis Augen leuchteten auf, als er die Bitte um seinen Ratschlag vernahm. Es kam nicht oft vor, daß jemand ihn um seinen Rat fragte. Er wußte, daß er nicht allzu helle war, und zudem kam er noch aus einer gottverlassenen Stadt, deren Blüte weit zurücklag. Die Unktaner waren heute ein Volk, auf das alle anderen Reichsbewohner herabblickten. Sie waren stark und stolz, aber oft dienten sie nunmehr, ihres Reichtums und auch ihrer kulturellen Schätze beraubt, nur der reichen Bürgerschaft anderer Städte als Dienstboten, Lakaien oder, wenn sie Glück hatten, Leibwächter - das war ein ehrenhafter Beruf.
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Qudeid
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Beiträge: 383
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BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 19:00 Antworten mit ZitatNach oben

"Na, fragst mich, ob ich mich hier aus kenne? Kenn' ich. Was willst denn wissss*hick*en? Bin noch nich' oft gefragt worden."
"Vorerst möchte ich etwas über euch wissen. Wie kamt ihr her?"
Claudio brennte nur darauf mehr über ihn zu erfahren und schluckte den letzten Rest des Bieres hastig herunter und bestellte, da er bei Sinnen bleiben wollte, ein Apfelwasser, was René hastig brachte, als wenn er um seine Arbeit fürchtete.

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BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 19:06 Antworten mit ZitatNach oben

"Weisst, ich habe eine Kutsche. Ich habe mein eigenes Fuhrunnernehmen." Das letzte Wort fiel Basti sichtlich schwer, aber Stolz blitzte in seinen Augen auf. "Bin mein eigener Herr. Nicht alle aus Unkta können das behaupten."

Claudio konnte sich das lebhaft vorstellen. Er versuchte, das Thema zu wechseln, und setzte nach. "Und da kommt ihr häufig durch diese Gegend?"

"Ja," sagte Basti und rülpste, "komm hier oft durch. Bringe Steine aus der dem Steinbruch von Unkta hierher. Manchmal nehme ich von hier wichtige Leute mit nach Unkta. Die wollen oft Geschäft machen dort." Er senkte etwas die Stimme und lehnte sich vor. "Reiche Leute. Aber mit mir brauchen sie keine Angst zu haben." Er nickte selbstzufrieden in sein Glas, bevor er es leerte.
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Qudeid
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BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 19:14 Antworten mit ZitatNach oben

"René, bringst mir noch 'n warmes?"
Auch bei Basti sputete sich René, jedoch nicht mit der Furcht im Gesicht etwas falsch zu machen.
"Danke. Hab' mich schon vorgestellt? Bin Der Bastiano *rülps*. Kannst mich aber weil du's bist, Bassss*hick*... Basti nenn'."
"Ich bin Clau...*hust* Ich bin Carl." Claudio wollte so unerkannt wie möglich bleiben.

Basti war sichtlich froh, sich ausnahmsweise mal mit einem anderen als René unterhalten zu können. So plauderte er vor sich hin, wie ein Wasserfall plätscherten die Worte, dazwischen an und an mal ein Rülpsen oder Hicksen, aus seinem großen Mund.

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Anmeldungsdatum: 21.05.2004
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BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 19:23 Antworten mit ZitatNach oben

Er berichtete, wie er früher als Lakai für seinen trontianischen [1] Herrn gearbeitet hatte; wie der Herr ihn streng, aber fair behandelt hatte und ihm bei seinem Tod einen kleinen Anteil seines Vermögens vermacht hatte, damit er sich selbständig machen könnte. Bastiano erzählte von seinem alltäglichen Geschäft, von den Leuten, mit denen er zu tun hatte, und auch von einigen Vorfällen, wo er Banditen offenbar kräftige Kopfnüsse verpaßt hatte. Wenn er darüber erzählte, blitzte es in seinen Augen auf und Claudio wußte, daß es die Banditen mit diesem Unktaner entweder nicht noch noch einmal aufnehmen wollten oder könnten.

Bastiano blickte aus seinem Bierglas auf, in das er eine Minute lang gedankenverloren gestarrt hatte. "Und du?"

---------
[1] Stadt heißt Trontia, das ist die Hauptstadt des Reichs.
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Qudeid
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Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 383
Wohnort: Brohl-Lützing

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 19:27 Antworten mit ZitatNach oben

Claudio kam in Bedrängnis, er hatte vergessen, dass auch Basti sich für ihn interessieren konnte.
Claudio versuchte durch das schnelle leer Trinken des Glases und das neue Bestellen eines Apfelwassers Zeit zu schinden um zu überlegen, was er Basti erzählen sollte.

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Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 19:27 Antworten mit ZitatNach oben

(( also da darfst Du jetzt aber weitermachen. Nicht immer so intelligent abschieben :p ))
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Qudeid
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Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 383
Wohnort: Brohl-Lützing

BeitragVerfasst am: 23.05.2004, 19:35 Antworten mit ZitatNach oben

((Ist ja gut Auf den Arm nehmen wollte dir auch ne Chance geben Auf den Arm nehmen Aber hab ja auch eine Idee))

"Ich war früher, wie ich noch jung war, Angler." begann Claudio, mit Schweißperlen auf der Stirn.
"Gefischt hast du? Habs auch ma' gemacht. Was für Köder hast geholt?"
Der Schweis tropfte in großen Tropfen von Claudios Kinn. Er wurde sehr nervös. Glücklicherweise war Bastiano angeschwipst genug, um die Nervosität seines Gegenübers nicht zu erkennen.
"Ich nahm immer Mehlwürmer. Mein Vater hatte sie mir damal empfohlen." Also Basti gerade den Mund auf machte um eine weitere Frage zu stellen sagte Claudio hastig "Welchen hast du denn benutzt? Und wo hast du immer geangelt?"
Claudio wischte sich rasch den Schweiss von seinem Gesicht, als Basti tief in seinen Krug sah.

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