Die Midlands Diskussi-O-Mat
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Shikamaru
Milizsoldat

Anmeldungsdatum: 27.05.2004
Beiträge: 132
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Verfasst am:
10.07.2004, 15:21 |
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...zum offenen RPG)
Theoretisch gesehen ist das so ziemlich die erste Geschichte, die ich je geschrieben habe (sachen aus der Schulzeit werte ich mal nicht). Für Kritik bin ich offen, aber bitte nicht übertreiben .
Teil 1: Der Auftrag
Er erreichte das Ende des Waldes. Als er ihn verließ musste er aufgrund der grellen Sonne für ein paar Sekunden seine Augen zukneifen, und dann sah er die Stadt. Er stand auf einem Hügel, und blickte über das weite Feld, dessen grünes Gras nur von einem kleinen Fluss unterbrochen wurde der in das Tal lief, das vor ihm lag. Und dort lag auch die Stadt, Tounin.
Pariah Sol war an seinem Ziel angekommen.
Er brauchte sich keine Sorgen darüber zu machen, das er einfach so durch das Gras wanderte, selbst von hunderten von Metern noch als schwarzer Fleck zu erkennen. Die Menschen, die diesen Landstrich bewohnten, stellten keine fragen und suchten niemanden, der gegen die Gesetze verstoß, an die sie sich selbst nicht hielten.
Tounin war der Schandfleck dieses Landes. Der Ort mochte friedlich wirken, und der Anblick, der sich Sol ergab, war eines Gemäldes würdig. Aber da dieser Ort weit von anderer Zivilisation entfernt war und Landwirtschaft hier nicht viel hergab, wurde der Ort von Verbrechern überrannt.
Sol suchte einen von ihnen, ein Mann der die Kontrolle über den größten Teil von Tounin hatte. Sein Geschäft war der Handel mit Waren anderer Leute. Dieser "Händler" stahl sowohl von ehrlichen Geschäftsmännern als auch von Schmugglern, nur um die Beute selbst auf Schwarzmärkten zu verkaufen. Über diesen Mann wurde viel gesagt in den Nachbarorten, er galt als skrupellos und war dementsprechend gefürchtet.
Als es dann hieß, das er selbst überfallen wurde, war Sol der Meinung, das man bei ihm schnell Geld verdienen könnte.
In den Strassen von Tounin hat sich ein widerlicher Geruch gelegt. Die Strassen waren leer, man sah höchstens eine zwielichtige Gestalt in der Ferne durch die Schatten der Häuser eilen. Hier und da fand man sogar eine Leiche mitten auf der Strasse liegen, an denen man schon erste Spuren von Verwesung erkennen konnte. Niemand machte sich die Mühe, sie wegzuschaffen.
Sol ging unbesorgt auf den Strassen, es gab niemanden, der Ärger machen konnte, und für Diebe war es noch zu hell. In anderen Städten sagte man, er hätte sich in einer Taverne niedergelassen, und so suchte er eine, die von Außen noch einen halbwegs gepflegten Eindruck machte. Er ging auf ein hohes Haus zu, zwei Stockwerke, breite Fenster. Zwei herunterhängende Ketten an einer Holzlatte vor dem Eingang ließen vermuten, das daran einst ein einladendes Schild hang. Hier drin musste er sein.
Sol öffnete die schwere Eingangstür und seine Augen mussten sich wieder auf den großen, düsteren Raum einstellen, in dem er stand.
Von der dichten Staubdecke auf allen Tischen und Stühlen abgesehen, wirkte alles noch so, als wäre vor kurzem noch viel Kundschaft hier gewesen, doch dem war nicht so. Im hinteren Teil saßen an einem Tisch zwei Männer, die sofort hochsprangen, als sie Sol sahen, und ihre breiten Schwerter vom Tisch nahmen.
„Wer seit ihr? Was wollt ihr hier?“ fragte der eine der beiden, ein großer, kräftig gebauter Mann mit seiner rauen, aggressiven Stimme.
„Ich möchte zu eurem Boss“ antwortete Sol.
Kurz darauf sagte der andere, weniger beeindruckende Mann: „Ich kenne euer Gesicht, ich habe es schon mal gesehen.......ja, ihr seit der Mörder der überall gesucht wird!“ Er grinste Sol dreckig an „Eigentlich ist es nicht meine Art, Kopfgeld einzusacken, aber für den hohen Preis, den ihr Wert seit, mache ich gerne eine Ausnahme.“
Die Männer gingen langsam auf Sol zu, der mit einer schnellen Handbewegung zwei Lange Messer zog.
„Hört auf damit!“ brüllte plötzlich eine Stimme von hinten „Schluss jetzt!“. Die Stimme gehörte einem weiteren Mann, der ein wenig kleiner war als der Starke Recke, der Sol kampfeslustig gegenüberstand. Die beiden Männer zogen sich mit beleidigten Gesichtern zurück.
„Pariah Sol! Ein bekannter Mann betritt mein Quartier.“ Der Mann lächelte Sol freundlich entgegen. „Mein Name ist Barrann, ich heiße euch willkommen. Ich weiß, das mein Ruf mir vorauseilt, und ich denke, sie sind ein kluger Mann, darum denke ich nicht, das sie hierher gekommen sind, um mir Ärger zu machen.“
„Habt ihr einen Auftrag für mich?“ fragte Sol trocken.
„Ja, das habe ich. Und die seit genau der Richtige dafür. Setzen sie sich bitte.“ Er deutete auf einen Tisch und setzte sich dann an ihn. Sol tat es ihm gleich.
„Vor einigen Monaten hatte ich das Glück, den Besitz einer sehr wertvollen Ware zu erlangen. Ich kann euch leider nicht sagen, was es ist, aber es ist sehr selten und der Wert davon ist selbst für mich selbst unfassbar. Vor einer Woche wollte ich diese Ware nach Karass bringen, das ist eine große Stadt, nördlich von hier gelegen. Doch wurde ich überfallen, und bestohlen, zudem wurden viele meiner....Angestellten getötet.“ Man sah den Männern, die Sol angreifen wollten, ihre Wut an, als Barran darüber sprach, doch er selbst blieb sehr sachlich. „Durch einige Nachforschungen habe ich festgestellt, das es sich bei dem Mann, der mich überfallen hatte, um Eric Kaar handelte, ein Geschäftsmann aus der Stadt Servas, die südlich von hier liegt. Er arbeitet im selben Geschäft wie ich, hat aber auch legale Kontakte und ist in hier sehr bekannt.
„Kommen wir zum Punkt, ich möchte, das sie mit meinen beiden Kollegen dort drüben, die sie wohl gerade kennen gelernt haben, meinen Besitz wiedererlangen und Kaar töten. Er wird in den nächsten Tagen dieses Gut selbst nach Karass bringen, und glücklicherweise wird er dafür durch die Wälder von Tounin gehen müssen.“
„Und wie viel hatten sie vor mir dafür zu Zahlen?“ fragte Sol ihn.
„Nun, ich rede nicht gerne offen über Geld“ antwortete Barran ihm, worauf hin er ein Stück Papier aus seiner Hosentasche zog und darauf eine Geldsumme schrieb.
Diese Summe befand Sol als überzeugend.
„Ich nehme an“
„Ausgezeichnet. Morgen werden ihre Partner ein Lager im Wald aufschlagen, am Fluss, südwestlich von hier. Ich möchte, das sie in spätestens 2 Tagen zu ihnen stossen , dort wird dann das weitere besprochen. Ich denke, solange werden sie ein wenig über Kaar recherchieren wollen. Heute Nacht können sie hier schlafen, ein Zimmer steht im ersten Stock bereit.“
So wie es ihm angeboten wurde, verbrachte Sol die Nacht bei seinem ungewöhnlich Gastfreundlichen Auftraggeber.
Am nächsten Tag zog er los, um zu der Stadt Servas zu gehen, um mehr über sein Ziel herauszufinden.
Er betrat wieder den nahegelegenen Wald. Nach einigen Stunden, die er auf einer unbefestigten Strasse in diesem Wald ging, hörte er Schritte hinter sich.
Doch bevor er reagieren konnte, spürte er einen dumpfen schlag auf den Hinterkopf, und einen Tritt, der seine Beine wegzog. Sol landete auf den Harten Boden und stöhnte vor Schmerz. Als er ich auf dem Boden um drehen wollte, wurde er an seinen Armen gepackt und unsanft wieder auf die Beine gehoben.
„Ich muss mich für meine Unfreundlichkeit entschuldigen.“ Hörte er hinter sich die Stimme einer Frau sagen. „Aber ich fürchte sie haben keine andere Wahl als mit uns mitzukommen.“
Sol sah die zwei Männer an, die ihn offensichtlich angegriffen haben, und dann einen weiteren, der an ihm vorbeiging.
Ein leichtes Grinsen legte sich auf Sols Gesicht. Er wusste genau, wohin er gebracht wurde...
die nächsten Teile folgen dann wohl frühestens zum neuen Forum |
_________________ "Siegen?? Aber wir sind Franzosen, wir haben nicht einmal ein Wort dafür" (sinngemäß Simpsons)

Zuletzt bearbeitet von Shikamaru am 10.07.2004, 17:07, insgesamt 4-mal bearbeitet |
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Luzifer
Administrator

Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763
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Verfasst am:
10.07.2004, 16:55 |
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Die Geschichte läßt sich doch toll an! Gefällt mir ausgezeichnet:
Die Beschreibungen wirken glaubwürdig: Besonders schön finde ich die Passage mit dem nicht mehr vorhandenen Schild... läßt dieses Dorf richtig zu einem Drecksloch verkommen. Ebenfalls sehr schön die Einführung des Auftraggebers ("Schluß jetzt!") und die Beschreibung seines Verhaltens (Geldbetrag auf Zettel schreiben). Der Cliffhanger, wer denn nun die Dame ist (ich habe natürlich schon meine Vermutung ), und wo er hingeschleppt wird, ist natürlich gemein... aber pünktlich bei Eröffnung des neuen Forums, da bin ich mir sicher, werden wir die Verlängerung vor uns liegen haben... sonst... hell hath no fury...
Ich will's nicht übertreiben, nur ein paar Dinge sind mir noch aufgefallen, die Du vielleicht verbessern könntest:
- Pronomen: Es ist insbesondere am Anfang nicht immer klar, wer mit "er" gemeint ist: Ist es Sol, oder der "Händler"? Das solltest Du noch ein bißchen klarer herausstellen.
- Konsistenz: Erst zieht Sol zwei lange Messer, dann hält er dem freundlichen Begrüßungskommittee ein Schwert entgegen... hmm...
Anfangs verwendest Du "Ihr" zur Anrede, später "Sie" - schlage vor, das zu vereinheitlichen.
- Zeit-Ungenauigkeiten: Glücklicherweise keine Fehler. Aber z.B. "ich möchte, daß Sie in zwei Tagen zu ihnen stoßen werden" ist unschön --> lieber die übliche Formulierung im Präsens ("daß Ihr... zu ihnen stoßt").
Ansonsten, wie gesagt, finde ich den Anfang insgesamt sehr gelungen und freue mich auf die Fortsetzung! |
_________________ "Wir müssen alle dulden und manche widerstehn - vergeblich, sagen die Seraphim; doch werth ist's des Versuches, weil's ohne ihn nicht besser wird. Im Geist liegt eine Weisheit, die zum Rechten führt, wie in dem blauen Dämmer euer Auge, Ihr jungen Sterblichen, mit Eins den Stern erfaßt, der wacht, den Morgen zu begrüßen." - Luzifer (Lord Byron: "Cain")
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, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004
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Shikamaru
Milizsoldat

Anmeldungsdatum: 27.05.2004
Beiträge: 132
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Verfasst am:
10.07.2004, 17:09 |
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| Luzifer hat Folgendes geschrieben: |
Ich will's nicht übertreiben, nur ein paar Dinge sind mir noch aufgefallen, die Du vielleicht verbessern könntest:
- Pronomen: Es ist insbesondere am Anfang nicht immer klar, wer mit "er" gemeint ist: Ist es Sol, oder der "Händler"? Das solltest Du noch ein bißchen klarer herausstellen.
- Konsistenz: Erst zieht Sol zwei lange Messer, dann hält er dem freundlichen Begrüßungskommittee ein Schwert entgegen... hmm...
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Punkt 1. Ist für mich eigentlich klar, aber ich habs mal ein bisschen geändert, vielleicht ist es dann deutlicher
Punkt 2. Dass ist ein Missverständiss, auch deutlichkeitshalber angepasst
Vorschläge zur Kenntnis genommen und geändert, so grosse Änderungen sinds ja net |
_________________ "Siegen?? Aber wir sind Franzosen, wir haben nicht einmal ein Wort dafür" (sinngemäß Simpsons)
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Nuvoin
Zauberer

Anmeldungsdatum: 22.05.2004
Beiträge: 829
Wohnort: Auf der anderen Seite des Monitors.
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Verfasst am:
11.07.2004, 21:52 |
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Die Geschichte finde ich auch gut.
Freue mich schon auf die Fortsetzung.
Was mir noch aufgefallen ist: Am Anfang verwendest du m.M. nach zu oft das Wort "Ort".
Was ich auch interessant finde ist, dass du den Char aus unserem RPG nimmst.  |
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