FAQ  •  Suchen  •  Mitgliederliste  •  Benutzergruppen   •  Registrieren  •  Profil  •  Einloggen, um private Nachrichten zu lesen  •  Login
Die Midlands
Diskussi-O-Mat
no search

Rezepte | Blogverzeichnis | SMS Ticker | Abkürzungen | Datenrettung | Counter |
 
 Neuer Versuch: Das offene (!) RPG Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Dieses Forum ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten.Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Autor Nachricht
Luzifer
Administrator


Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 03.07.2004, 10:00 Antworten mit ZitatNach oben

Nachdem unsere alte RPG-Idee ja schändlich im Sande verlaufen ist, unternehme ich noch einen letzten Rettungsversuch in der Hoffnung, daß es vielleicht doch noch zu einem Foren-RPG kommen kann.

Es gibt kein explizites Regelwerk. Das RPG lebt von Eurer Phantasie. Allerdings solltet Ihr doch bitte in "realistischem" Rahmen bleiben (also was Adventures angeht) --> ein Feuerregen, der eine ganze Stadt vernichtet, ist also unerwünscht. Es gibt auch göttliche Eingriffe, die derlei Über-Chars schnell mal außer Gefecht setzen können Winken Ein letzer Punkt: Bitte schreibt in der Vergangenheitsform.

Das Spiel lebt von Eurer Phantasie, also denkt Euch was aus. Ich werde versuchen, dem Ganzen über die Story Inputs zu geben, so daß das nicht ziellos vor sich hindümpelt, aber im Grunde genommen seid Ihr wirklich frei.

Ich werde angesichts der vermutlich eher geringen Mitspielerzahl sowohl "Inputgeber" wie auch Mitspieler sein. Input-Posts werden grün und kursiv dargestellt, normale Posts so wie jetzt.

--------------------

Es war eine stürmische Nacht. Der Wind zerrte an den Fensterläden und heulte durch den Dachboden. Im Gesellschaftsraum der Taverne 'Zum Goldenen Drachen' brannte jedoch im Kamin ein freundliches Feuer, das alles in enen warmen Lichtschein tauchte und gemütlich vor sich hin prasselte. In der Taverne ging es an diesem Abend hoch her: Gäste aus allen Ecken des Königreichs waren eingetroffen, denn am nächsten Tag sollte in der großen Arena ein königliches Turnier stattfinden. Solche Turniere waren sehr selten, und es ging das Gerücht um, der König suche nach besonders fähigen Leuten, um für ihn eine schwere Aufgabe zu erfüllen, doch keiner wußte Genaueres darüber.

Die Taverne selbst bestand aus einem großen Gemeinschaftsraum, an den angrenzend in der Küche eine rundliche, pausbäckige Frau die vorzüglichen Mahlzeiten zubereitete, für die die Taverne landesweit bekannt war. Ihr Mann, ein wahrer Hühne, dessen Kahlköpfigkeit ihn noch imposanter aussehen ließ, als er es ohnehin schon war, lief mit Schweißtropfen auf der Stirn und einem guten halben Dutzend Bierkrügen in den Händen zwischen den Tischen und seiner Schenke hin- und her. Die Gästezimmer lagen im Obergeschoß.


EDIT: Tippfehler raus.

_________________
"Wir müssen alle dulden und manche widerstehn - vergeblich, sagen die Seraphim; doch werth ist's des Versuches, weil's ohne ihn nicht besser wird. Im Geist liegt eine Weisheit, die zum Rechten führt, wie in dem blauen Dämmer euer Auge, Ihr jungen Sterblichen, mit Eins den Stern erfaßt, der wacht, den Morgen zu begrüßen." - Luzifer (Lord Byron: "Cain")

|

, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004


Zuletzt bearbeitet von Luzifer am 03.07.2004, 16:04, insgesamt 3-mal bearbeitet
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Luzifer
Administrator


Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 03.07.2004, 10:10 Antworten mit ZitatNach oben

Vor ein paar Stunden hatte es auch noch aus Kübeln zu schütten angefangen. Der Regen peitschte nur so über die sandige Straße und drohte, sie ganz wegzuschwemmen. Karen war völlig durchnäßt und sehnte sich nach einem ruhigen Plätzchen. Sie griff nach dem Arm eines Mannes, der gerade an ihr vorbeihasten wollte. "Wo finde ich das Gasthaus 'Zum Goldenen Drachen'?" fragte sie. Der Mann wies nur wild gestikulierend in eine westliche Richtung und stürmte davon.

Karen seufzte und machte sich auf den Weg. Sie war schneller dort, als sie gedacht hatte. Ein warmer Lichtschein aus den Fenstern begrüßte sie über den Marktplatz hinweg. Sie lief eilig hinüber und öffnete die Tür. Der Geruch frischen Bratens erschlug sie sofort und sie mußte sich zusammenreißen, um sich nicht zu übergeben, aber sie war derlei ja mittlerweile gewöhnt. Sie stapfte durch den Raum in eine der dunkleren Ecken und setzte sich dort an einen kleinen, noch freien Tisch im Schatten einer Säule, zunächst ohne ihren Umhang abzunehmen. Dafür war sie zu vorsichtig. Sie wollte erst die Gesellschaft etwas beobachten.

EDIT: Leichte Überarbeitung wg. Konsistenz und Stil.

_________________
"Wir müssen alle dulden und manche widerstehn - vergeblich, sagen die Seraphim; doch werth ist's des Versuches, weil's ohne ihn nicht besser wird. Im Geist liegt eine Weisheit, die zum Rechten führt, wie in dem blauen Dämmer euer Auge, Ihr jungen Sterblichen, mit Eins den Stern erfaßt, der wacht, den Morgen zu begrüßen." - Luzifer (Lord Byron: "Cain")

|

, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004


Zuletzt bearbeitet von Luzifer am 03.07.2004, 16:11, insgesamt einmal bearbeitet
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Nuvoin
Zauberer


Anmeldungsdatum: 22.05.2004
Beiträge: 829
Wohnort: Auf der anderen Seite des Monitors.

BeitragVerfasst am: 03.07.2004, 10:32 Antworten mit ZitatNach oben

Aruin passierte das Eingangstor der Stadt. Er ging die Hauptstraße entlang und blickte sich um. Er verstand nicht, wie die Menschen in solchen Steinhütten wohnen konnten. Jedes Mal, wenn er eine menschliche Stadt betrat, fragte er sich das selbe. Es kam nicht oft vor, aber es hatte sich ein Gerücht herum gesprochen. Diesem war er gefolgt.

Aruin ging langsam durch den Regen und suchte das allseits bekannte Gasthaus. Während die wenigen Menschen die ihm begegneten eine Kaputze trugen, hatte Aruin die seinige abgezogen. Er mochte dieses Wetter. Er mochte es, wenn das Elexier des Lebens sich über ihm ergoß.

Als er ein paar Minuten gegangen war, erblickte er den Marktplatz. Von dort aus war es wohl nur noch ein kleines Stück bis "Zum Goldenen Drachen".

_________________
Image
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenICQ-Nummer
Zarkanis
Bauer


Anmeldungsdatum: 11.06.2004
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 03.07.2004, 10:59 Antworten mit ZitatNach oben

Nergana lief aus der Kaserne. Er hatte heute dort den ganzen Tag trainiert, um für das Tunier gewappnet zu sein. Er sah seine Chancen ganz gut, da er schon lange auf dieses Tunier hinarbeitete. "Erstma jetzt einen trinken gehen, und gucken was sich für Gesindel in der Taverne "Zum Goldenen Drachen" rumtreibt" dachte er sich. Da es wie aus Eimern regnete, zog er sich seine Kapuze auf,und lief zu dem Gasthaus. In diesen Moment sah er auch schon jemanden der bei diesem Unwetter keine Kapuze trug. "Komisch...das muss schon jemand verrücktes sein"

_________________
sei vorsichtig mit dem was du suchst, du könntest es finden......
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Qudeid
Adept


Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 383
Wohnort: Brohl-Lützing

BeitragVerfasst am: 03.07.2004, 16:28 Antworten mit ZitatNach oben

Elina mochte Regen nur, solange es noch Nieselregen war. Aber diesen schweren Regentropfen, die fast so groß waren wie sie, wäre sie nicht gewachsen.
Sie flüchtete zum Schutz unter einen Eingang mit Überbau, um zu warten, bis es aufgehört hatte zu regnen. Doch anstatt der Regen weniger wurde, verdichtete sich der Vorhang von Regentropfen immer mehr.
Elina wusste, sie müsse ihren zugewiesenen Schützling finden. Aber wie sollte sie eine Frau um die 40 mit schulterlangem, brünetten Haar finden, wenn hier nur solche herum liefen. Man gab ihr nur wenige Anhaltspunkte, die auf viele Frauen passen konnten. Einen ganzen Namen gab man ihr auf ihrem Weg nicht mit. Nur der Anfangsbuchstabe wurde ihr genannt: "K". Sie würde es wissen, sobald sie sie sähe. Sie konnte ja schliesslich nicht jede auf die Beschreibung passende Frau ansprechen.
Nach einigen Momenten im Schutze des Überbaus und mehreren tausend Regentrofen sagte sie zu sich: "Ich muss weiter kommen...!". Sie glitt geräuschlos durch die Luft und versteckte sich unter dem Arm einer Frau, die in diesem Moment sehr nah an dem Gebäude vorbei kam, vor dem Regen.
Als Elina zur nächsten Person flog, konnte sie einen Blick auf die Frau werfen. Sie war es. Elina wusste es. Sie hätte ihre Flügel darauf gewettet.
Elina ignorierte aus Glückseeligkeit die, für sie, riesigen Regentropfen und landete auf der Schulter der Frau, geschützt von ihren schulterlangen Haaren. "Wie heißt ihr? Ich bin Elina, die Fee der Nacht."
Die Frau wischte mit ihrer Rechten über ihre Schulter, als wenn sie eine Fliege wegscheuchen würde, und sagte grimmig zu Elina: "Marie heiße ich. Aber ich habe nichts mit Feen zu schaffen. Vergesst meinen Namen, oder auch nicht! Verschwindet!"
Elina hatte, nachdem sie den Namen gehört hatte, sich so mit dem Ausweichen vor den Regentropfen beschäftigen müssen, dass sie den Rest nicht mehr hörte.
Einer streifte ihren rechten Arm. Ein Anderer verfehlte nur knapp den Kopf. Als sich Elina wieder unter einem sicheren Überbau befand, musste sie erst einmal verschnaufen.
Sie hatte sich auf ein Schild gesetzt, dass am Überbau befestigt war. Auf ihm stand: "Zum Goldenen Drachen".
Elina kam dieser Name bekannt vor. Ja doch, hier war doch der Treff, für den morgigen Wettkampf, erinnerte sie sich. Sie drehte sich zur Tür. Sie setzte zum Flug an. Doch es war ein sehr kurzer Flug, denn eines ihrer Füßchen war an dem einen Kettenglied, dass das Schlid an der Decke hielt, hängen geblieben. So stürtzte sie gen Boden. Ihre Flügelchen wedelten, wie die eines Kolibris. Auf halber Höhe konnte sie sich dann zum Glück noch auffangen.
Sie glitt wieder fast lautlos, nur ihr schneller Atem war zu hören, durch die Luft in den Gesellschaftsraum des Gasthauses.
Ihr Blick wandelte von Gesicht zu Gesicht, von Haaren zu Haaren. Keine der anwesenden Frauen passte auf die Beschreibung. Sie machte kehrt und wollte gerade durch die Tür gleiten, als sie in einer dunklen Ecke, abseits von dem prasselden Kaminfeuer. "Schulterlange Haare. Könnte etwa 40 Jahre alt sein. Das ist sie! Da wette ich meine Flügel drauf!"
Eline brauste so schnell sie konnte durch die dicke, verrauchte Luft zu der dunklen Ecke.
"Guten Tag. Ich bin Elina, die Fee der Nacht. Wer seid ihr?"

-----------------

Elina ist auf meinem Avatar zu bewundern Winken

_________________
"Don't walk in front of me, I may not follow; Don't walk behind me, I may not lead; Walk beside me, and just be my friend."
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenAIM-NameICQ-Nummer
Luzifer
Administrator


Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 04.07.2004, 09:45 Antworten mit ZitatNach oben

Karen war gerade rechtzeitig eingetroffen, um die Ankunft mehrerer Reisender zu beobachten. Ein Elf und ein stämmig gebauter Krieger kamen fast gleichzeitig durch die Tür.

"Und was darf's für Sie sein, Miss?"

Karen schrak auf. Es war der Wirt, der sich mit einem ehemals weißen, nun mittelmäßig verdreckten Handtuch auf der Schulter etwas zu ihr hinabbeugte. Er stank nach Braten und Bier.

"Klares Wasser bitte, und wenn Sie haben, eine Gemüsesuppe."

Der Wirt starrte sie fassungslos an. "Wie bitte? Miss, Sie sind hier im Goldenen Drachen! Sie kommen vielleicht von weit her..."

"Ja, in der Tat, und ich bin müde. Ich habe um Wasser und Gemüsesuppe gebeten," unterbrach ihn Karen mit dem klaren Unterton der Autorität, die sie seit fast drei Jahrhunderten innehatte.

Der Wirt zog den Kopf zurück, doch sein Mißfallen stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. "Wie Ihr wünscht," stieß er zwischen den Zähnen hervor und begab sich zum Nachbartisch, um leere Bierkrüge mitzunehmen.

Karen starrte wieder in den Raum, während sie über ihre Mission nachdachte. Die Prophezeiungen waren so eindeutig, wie es die Propheten selbst noch nie gesehen hatten. Der rote Mond, die stürmische Nacht - alles paßte genau zusammen. Sie seufzte. Wenn sie nur mehr wüßte, als daß es am nächsten Tag zu umstürzenden Ereignissen kommen würde, die sie alle betrafen. Sie ließ ihren Blick wieder über den Raum schweifen. Die Prophezeiungen hatten auch angekündigt, daß sie in dieser Spelunke jemanden treffen würde - das war der einzige Grund, warum sie überhaupt hier war. Sie war besseres gewohnt.

Karen tastete die Auren der Tavernengäste ab. Einer, Kämpfer. Der andere, Taschendieb auf der Suche nach einem unaufmerksamen Opfer. Eine junge Frau mit Liebeskummer. Ein einfältiger Barbar, erschöpft von der Reise... nichts stand für sie darunter heraus.

Plötzlich spürte sie ein Drücken in ihrem Bauch, ihre Gabe warnte sie, vorsichtig zu sein. Etwas näherte sich, etwas magisches. Karen setzte sich auf und konzentrierte sich. Es war draußen vor der Tür. Da, ein anderer Gast kam hinein und mit ihm das Wesen... sie sah, wie es unschlüssig in der Luft schwebte und, als es sie erblickte, mit großem Flügelflirren auf sie zugeschossen kam.

"Guten Tag. Ich bin Elina, die Fee der Nacht. Wer seid ihr?" grüßte das Wesen sie.

Karen hatte von Feen gehört, auch einige gesehen, aber diese war anders, sie strahlte eine ganz andere Aura aus... irgendwie tiefgründiger, aber auch dunkler. "Ich bin Schwester Karen, Hohepriesterin des Magiertempels," gab sie zu erkennen. Kein Anlaß, vor einem magischen Wesen ihre eigene Magie verbergen zu wollen. "Und was wollt Ihr, Elina?"

_________________
"Wir müssen alle dulden und manche widerstehn - vergeblich, sagen die Seraphim; doch werth ist's des Versuches, weil's ohne ihn nicht besser wird. Im Geist liegt eine Weisheit, die zum Rechten führt, wie in dem blauen Dämmer euer Auge, Ihr jungen Sterblichen, mit Eins den Stern erfaßt, der wacht, den Morgen zu begrüßen." - Luzifer (Lord Byron: "Cain")

|

, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004


Zuletzt bearbeitet von Luzifer am 04.07.2004, 10:35, insgesamt einmal bearbeitet
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Nuvoin
Zauberer


Anmeldungsdatum: 22.05.2004
Beiträge: 829
Wohnort: Auf der anderen Seite des Monitors.

BeitragVerfasst am: 04.07.2004, 10:04 Antworten mit ZitatNach oben

Der Marktplatz war größer, als Aruin ihn sich vorgestellt hatte. Dennoch nicht groß genug, als dass man sich verlaufen könnte.
Aruin folgte dem großen Schild, auf dem der Name jenes Gasthauses stand, welches er suchte.

Während er dahin ging, regnete es unaufhaltsam weiter. Die Wolken wurden sogar noch dunkler. Man konnte bald seine eigene Hand nicht mehr vor Augen sehen. Die aufgestellten Fackeln machten es auch nicht sehr viel leichter. Aruin hatte Glück, elfische Augen zu haben.
Während er weiter der Ausschilderung folgte, wurde sein Mantel und sein langes blondes Haar immer weiter durchnäßt. Er hätte genau so gut ein Bad nehmen können, es war kein Unterschied.

Nachdem die Schilder endeten, bot sich vor ihm der Anblick des berühmten Gasthauses. Er blieb vor diesem stehen und betrachtete es gründlich. "Was soll an diesem Gebäude so berühmt sein?", fragte er sich, während er an seine Heimat dachte.
Erst durch die Anwesenheit eines kräftigen Kriegers wurde Aruin aus seinen Gedanken gerissen. Der Mann starrte ihn kurz komisch an und trat dann in das Gasthaus ein. Als das Geräusch einer zugeklappten Tür erschallte, ging Aruin ebenfalls auf diese zu. Doch bevor er eintrat, sah er noch einmal auf den Weg zurück, von dem er kam.
Er traute seinen Augen nicht. Hatte er eben eine Fee gesehen? Was macht denn eine Fee in so einer Gegend?
Nach wenigen Augenblicken trat er dann in das Gasthaus ein. Ihm fiel sofort auf, wie eine Frau, welche in der Ecke saß, ihn anstarrte. Auch als er sich auf einen Platz in der danebenliegenden Ecke niederließ, hörte sie nicht auf. Erst der Wirt entriss sie aus der Blickstarre.

_________________
Image
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenICQ-Nummer
Qudeid
Adept


Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 383
Wohnort: Brohl-Lützing

BeitragVerfasst am: 04.07.2004, 13:38 Antworten mit ZitatNach oben

"Ich bin Schwester Karen, Hohepriesterin des Magiertempels. Was wollt Ihr, Elina?"
Elinas Gesicht strahlte nimmer Enden wollende Freude aus. Endlich hatte sie ihren Schützling gefunden. Und das beste war: Sie war auch magisch.
"Ich bin..." Elina wurde von einer Aura unterbrochen. Wieso war es ihr nicht aufgefallen? Ein Elf saß einige Meter entfernt am anderen Ende der Schenke, in der anderen Ecke, ebenfalls im Dunkeln.
Es war eine gefährliche Aura, die dieser Elf ausstrahlte. Sie wusste nicht, ob sie sich davor fürchten solle oder freuen.

Ein kleiner Stups in ihren winzigen Bauch riss sie aus ihren Gedanken.
"Was wollt Ihr, Elina?"
"Oh, entschuldigt. Ich bin so froh, euch endlich gefunden zu haben. Ihr wurdet mit vom Feenrat als neuer Schützling zugewiesen."

Freude strahlte aus Elinas Gesicht. Ihre Flügelchen flirrten und summten um Karens Kopf. So geräuschlos sie auch fliegen konnte, konnte sie ihre Glücklichkeit nur so ausdrücken. Dann, plötzlich, sie war wohl Karens Haaren in ihrer Freude zu nahe gekommen, spürte Elina einen Widerstand am linken Flügel, sodass sie wie ein kleiner Stein auf Karens Schulter fiel. Schnell atmend rappelte sich Elina wieder auf und glitt nun wieder geräuschlos vor Karens Gesicht.

"Tut mir leid. Ich war nur gerade hin und weg vor Freude."

Elina erinnerte sich wieder an die zuvor gespürte Aura des Elfen. Er saß immer noch an dem gleichen Tisch.
Elina verzog eine ernste Miene, als sie Karen wieder ins Gesicht sah.
"Habt ihr auch seine Aura gespürt? Sie macht mir Angst. Ich hoffe nur, er hat nichts böses im Sinn."

_________________
"Don't walk in front of me, I may not follow; Don't walk behind me, I may not lead; Walk beside me, and just be my friend."
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenAIM-NameICQ-Nummer
Zarkanis
Bauer


Anmeldungsdatum: 11.06.2004
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 04.07.2004, 18:22 Antworten mit ZitatNach oben

Nergana lief nun zu der Taverne auf dem Marktplatz. Als er am Marktplatz vorbei lief fiel ihm auf, wie ruhig es hier doch war. Bei Regen ist halt niemand draußen. An sonnigen Tagen war es hier voll Leute und Trubel. Marktstände waren auf gebaut und es wurde fröhlich verkauft und gekauft.

Nun stand er vor der Tür zur Taverne. Die Tür war aus massiven Eichenholz und die Klinke aus kaltem Eisen. Er drückte die nasse Klinke runter und trat rein. Das Geschäft lief. Wahrscheinlich weil es regnete und die Leute Unterschlupf suchten, oder weil morgen das große Tunier war.

Er setzte sich an die Theke und ging nochmal geistlich die Kampfschritte durch, die er heute gelernt hatte. "Was möchte der werte Herr den trinken" fragte der Wirt. Nergana schreckte hoch, nach dem Schock bestellte er sich ein Bier. Nun sah er sich um, und erkannte in einer dunklen Ecke eine Frau. Sie bewegte ihre Lippen und schien mit jemanden zu sprechen, aber niemand war in der Nähe. Er blickte sich weiter um, und sah an einem großen Tisch eine Spielrunde. Sein Blick schweifte über die Bier trinkenden Gäste und endete bei einer dunklen Gestalt, welche in die andere dunklen Ecke starrte.

_________________
sei vorsichtig mit dem was du suchst, du könntest es finden......
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Shikamaru
Milizsoldat


Anmeldungsdatum: 27.05.2004
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 04.07.2004, 20:53 Antworten mit ZitatNach oben

Sol ging durch die leeren Strassen der Stadt in Richtung Marktplatz. Nach Wochen sah er zum ersten mal wieder die hohen Häuser und die breiten Strassen. Nun stand er auf dem Marktplatz, von einer gewissen Entfernung durch den dunklen Mantel und die Kapuze kaum zu erkennen, so wie er es wollte. Seine Dienste wurden in diesen Zeiten oft verlangt, doch genauso sehr wurde er geächtet, und viele mehr oder weniger starke Männer mit zuviel Mut legten es gerne darauf an, sich mit "Gesindel" wie ihm anzulegen. Er sah zu der erleuchteten Taverne hinüber, dessen Tür sich gerade schloss. Das war genau das, was er jetzt suchte. Ein warmes Essen und ein richtiges Bett, das Geld dafür hatte er. Er hat es sich in den letzten Wochen verdient, musste dafür tagelang in den umliegenden Wäldern lauern, darauf wartend, sein Ziel schnell und diskret zu erledigen, einen Händler auf Durchreise, der ihn kurz davor anheuerte.
So ist das Leben manchmal, die Menschen die einem Helfen können im nächsten Moment dein Untergang sein, damit kannte sich Sol nur zu gut aus.
Er kam in die Stadt, um an einem Tunier teilzunehmen. Solchen grossen Veranstaltungen ging er normalerweise aus dem Weg, aber er brauchte Geld und vielleicht einen neuen Auftrag, zudem brauchte er eine Abwechslung von seinem Alltag.
Er sah jetzt durch das Fenster der Taverne. Ein unschwer zu erkennender Dieb, ein Krieger, Durchreisende weiter hinten dunkle gestalten, darunter eine Frau die sich mit jemanden unterhält. Sol ging davon aus, das niemand von ihm in dieser Nacht eine Gefahr darstellen würde, und so beschloss er, reinzugehen. Er ging durch die Tür, setzte sich an die Theke und wartete darauf, das der Wirt ihm seine Aufmerksamkeit schenkte...

EDIT: Auf verlangen der Leute hier Lachen

_________________
"Siegen?? Aber wir sind Franzosen, wir haben nicht einmal ein Wort dafür" (sinngemäß Simpsons)

Image
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail senden
Luzifer
Administrator


Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 04.07.2004, 23:52 Antworten mit ZitatNach oben

An diesem Abend kehrte recht schnell Ruhe ein im Gasthaus zum Goldenen Drachen. Nach und nach verschwanden die Gäste in den ersten Stock, um sich für das morgige Turnier auszuruhen.

Nachdem sich auch der letzte Gast, ein fülliger Handlungsreisende, der sich mehr und länger betrunken hatte als alle anderen, endlich aufgemacht hatte, stellte der Wirt die Stühle auf die Tische, um für den Abend reinzumachen. Da klopfte es laut an der Tür, die er schon den Vorschriften zur Sperrstunde entsprechend abgeschlossen hatte. "Aufmachen!" vernahm man von draußen eine dumpfe Stimme.

Überrascht wischte sich der Wirt den Schweiß von der Stirn und rief seiner Frau zu, die die Küche aufräumte: "Schatz, bin gleich da. Es hat gerade an der Tür geklopft." Aus der Küche hörte er nur ein Scheppern, dann einen Fluch.

Er schlurfte zur Tür und entriegelte sie. Im Dunkel, das nur schwach seitlich von den Fenstern erhellt wurde, konnte er nur eine Handvoll, vielleicht ein Dutzend Leute im Dunkeln vor dem Eingang ausmachen. Vermutlich eine Patrouille. "Was gi..."

Sein Mund öffnete sich wie zu einem Schrei, aber kein Laut entfloh seiner Kehle. Leblos sackte er zu Boden, während der vorderste Mann sein Schwert mit einer effizienten, flüssigen Bewegung aus der Brust des Wirts zog und die Klinge an dessen Kleidern abstreifte. Mit dem Kopf gab er ein Zeichen, und die Männer hinter ihm gingen lautlos und präzise ans Werk. In eine stinkende Flüssigkeit getauchte Bündel wurden in den Ecken und unter den Tischen platziert, mehrere an der Treppe ins Obergeschoß. Als sie fertig waren, kehrten sie zu dem Mann zurück, der eine Fackel an eine der Kerzen hielt, die auf einem Tisch nahe des Eingangs brannte, kurz wartete, bis sie lichterloh in Flammen stand, und dann zügigen Schrittes die Bündel abging und ein jedes in Brand steckte. So schnell sie gekommen waren, so schnell waren die Männer wieder verschwunden.

Die Herdpfanne wollte nicht in ihren Schrank. Sie ruckelte an dem Griff, um Platz zu schaffen, doch außer einem Höllenlärm geschah nichts. Sie stöhnte und hob den ganzen Stapel an Pfannen und Töpfen heraus, um ihn neu zu aufzuschichten. Sie tupfte sich mit einer Serviette die Stirn ab. Sie wurde alt, dachte sie. Nun brachte sie schon das Aufräumen einiger weniger Pfannen ins Schwitzen. Im Gastraum fiel etwas um. Geübter Hand sortierte sie die Küchengeräte um und stellte sie nun leicht in den Schrank. Sie wandte sich um, um nach ihrem Mann zu sehen, und erstarrte: Aus der Tür zum Hauptraum drang dicker, schwarzer Qualm in die Küche. Die Hitze brannte ihr aus dieser Entfernung im Gesicht. Sie tat das Einzige, was ihr einfiel: sie schrie aus ganzer Kehle "Feuer!" Ihr markerschütternder Schrei gellte durch das ganze Haus und bis auf die Straße.

Die dunklen Gestalten hörten ihn schon nicht mehr, sie waren bereits über alle Berge.

_________________
"Wir müssen alle dulden und manche widerstehn - vergeblich, sagen die Seraphim; doch werth ist's des Versuches, weil's ohne ihn nicht besser wird. Im Geist liegt eine Weisheit, die zum Rechten führt, wie in dem blauen Dämmer euer Auge, Ihr jungen Sterblichen, mit Eins den Stern erfaßt, der wacht, den Morgen zu begrüßen." - Luzifer (Lord Byron: "Cain")

|

, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Nuvoin
Zauberer


Anmeldungsdatum: 22.05.2004
Beiträge: 829
Wohnort: Auf der anderen Seite des Monitors.

BeitragVerfasst am: 05.07.2004, 11:22 Antworten mit ZitatNach oben

Ein lauter Schrei ertönte. Aruin schreckte hoch. Sofort stieg ihm der Qualm in seine Nase. "Feuer!", dachte er.

Er sprang aus dem Bett, griff sich seinen Bogen sowie seine beiden Krummschwerter und zog sich den Mantel über. Dann rannte er sofort zu der Tür und öffnete sie mit einem lauten Quietschen.
Er sah zu der Treppe. Die Flammen verzehrten sie bereits. Wer sie benutzen würde, könnte sich gleich selbst umbringen. Aruin musste etwas einfallen. Es würde nicht lange dauern, bis auch der zweite Stock anfangen würde zu brennen. Er blickte zurück in sein Zimmer und sah das Fenster. "Das ist es!", rief er sich zu, "aber was ist mit den Menschen?" Sie waren bestimmt nicht so leichtfüßig wie er, so dass sie einen Sprung aus dieser Höhe heil überstanden. Er überlegte kurz, dann wusste er was zu tun war.

Mit hasten Schritten eilte Aruin durch die Flure und rief so laut er konnte um alle zu wecken.

_________________
Image
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenICQ-Nummer
Luzifer
Administrator


Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 763

BeitragVerfasst am: 05.07.2004, 12:22 Antworten mit ZitatNach oben

Während ihres Gesprächs hatte Karen deutlich gespürt, daß die Fee mehr war, als sie auf den ersten Blick zu erkennen gab. Sie schien jedoch ihr gegenüber nicht feindseelig gesinnt zu sein, und Karen war sich sicher, daß sie nicht gelogen hatte, aber dennoch hatte sie in der Nacht wachgelegen und ein Schild um sich aufrechterhalten, während Elina sich ein Plätzchen zum Schlafen irgendwo beim Tisch gesucht hatte. Karen lag angekleidet auf dem Bett und dachte an ihre Novizen im Tempel, an die hoffnungsvollen Zauberer, die bald in die Welt entlassen wurden, und wie viel laut der Prophezeiungen von ihrer Mission abhing.

Bei den Gedanken muße sie dann doch eingenickt sein, denn plötzlich wurde sie von einem lauten Schrei geweckt, dem kurz darauf die helle, klare Stimme eines Elfen folgte: "Ai! Naur! Feuer!"

Sie sprang auf und sah die kleine Fee bereits schlaftrunken ihre Augen reiben. Sie griff nach ihr und stürzte auf den Gang, wo sie fast über den Elfen gestolpert wäre, der von rechts den Gang entlangjagte. "Wo?" fragte sie ihn hastig. "Wo brennt es?" Als sich der Elf umdrehte, erkannte sie, daß es sich um den gleichen handelte, der ihr in der Nacht zuvor aufgefallen war. Elina zappelte in Karens Hand mit den Flügeln. Offensichtlich fühlte sie sich nicht wohl. Karen öffnete die Hand.

_________________
"Wir müssen alle dulden und manche widerstehn - vergeblich, sagen die Seraphim; doch werth ist's des Versuches, weil's ohne ihn nicht besser wird. Im Geist liegt eine Weisheit, die zum Rechten führt, wie in dem blauen Dämmer euer Auge, Ihr jungen Sterblichen, mit Eins den Stern erfaßt, der wacht, den Morgen zu begrüßen." - Luzifer (Lord Byron: "Cain")

|

, letzte Fortsetzung erschienen am 25.06.2004
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Zarkanis
Bauer


Anmeldungsdatum: 11.06.2004
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 05.07.2004, 12:46 Antworten mit ZitatNach oben

Nergana schreckte hoch. Eine Stimme hatr ihn geweckt, da, sie ertönte wieder :" Feuer !" . Hastig zog er sich an, und ergriff sein Schwert namens "Urieziel". Er tritt die Tür auf und sah den Flur entlang. Überall stießen Türen auf, und Menschen stürmten aufgebracht hinaus, ein Elf lief den Flur entlang und rief immer wieder laut Feuer. Seine Stimme war es die ihn geweckt hatte.

Nergana rannte den Flur entlang und riss alle Türen auf, und weckte somit auch die letzten Menschen. "Schnell, lauft zum ende des Flurs" sagte er, hektisch fuchtelnd mit den Armen um ihnen die Richtung zu zeigen. Was nun? Er musste zu dem Elf. Nun verschwand der Elf am ende des Flures. Nerganga nahm die Beine in die Hand und rannte ihm hinterher. "Elf!! Bleib stehen!!"

_________________
sei vorsichtig mit dem was du suchst, du könntest es finden......
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Nuvoin
Zauberer


Anmeldungsdatum: 22.05.2004
Beiträge: 829
Wohnort: Auf der anderen Seite des Monitors.

BeitragVerfasst am: 05.07.2004, 14:33 Antworten mit ZitatNach oben

"Wo brennt es?", hörte Aruin eine Stimme hinter sich rufen. Er drehte sich um. Es war die Frau, die in der Ecke gesessen hatte. Und nicht nur das, jetzt erkannte er auch die Fee, die er gesehen hatte. Aruin glaubte schon, nur geträumt zu haben.
"Das gesamte Erdgeschoss geht in Flammen unter! Die Treppe ist bereits unpassierbar! Helft mir und schickt die Leute in mein Zimmer. Es ist das vierte von links!", antwortete Aruin so schnell er konnte und rannte dann weiter zu den letzten Zimmern. Er konnte nur hoffen, dass der Boden noch lange genug stand halten würde.
Als auch die Leute des letzten Zimmers seiner Aufforderung folgten, eilte er zurück. Die Korridore waren recht voll, es würde mehrere Minuten dauern... doch hatten sie diese auch?

---
@Zarkanis: So weit ich weiß schreibt man Uriziel ohne "e". Ist das Schwert denn schon aufgeladen? ;D (Gothic rult Sehr glücklich)

_________________
Image
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenICQ-Nummer
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:      
Dieses Forum ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten.Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.



 Gehe zu:   



Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Powered by phpBB 2.0.22 © 2001, 2002 phpBB Group :: FI Theme :: Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde

Ein Service von www.forenshop.net